Wald- und Grundbesitzer wehren sich gegen Geocaching

9. September 20106 KommentareEiner von 576 Beiträgen von sandmann

Jetzt wirds ernst.

Danke an Cachezone und JoFrie für den Tipp.

6 Kommentare »

  • Oschn sagt:

    Die Wald- und Grundbesitzer verteilen dann bestimmt auch solche Gutscheine: http://tk-itc.com/wordpress/wp-content/uploads/2008/11/gutschein_wald.jpg

  • Travelling Jack sagt:

    Ernst war es immer schon – und ich würde ja auch gern fragen, aber dazu muss erst einmal an jeder Parzelle ein Eigentümer vermerkt sein.
    Vielleicht könnten in den Geoservern der einzelnen Länder zukünftig die Eigentumsdaten veröffentlicht werden. Das würde die Sache vereinfachen und erspart dem Wald die kleinen Schildchen “Flur X Parzelle Y Eigentümer Max Mustermann, Musterstr….)

    BTW: Früher war alles besser…

  • evident sagt:

    Naja wieder mal nur strikt aus einer Seite das Ganze angesehen… sicher entstehen durch Geocacher auch Schäden, aber pauschal alle abzustempeln sollte ja auch nicht sein… aber da kämpft man gegen Windmühlen…

    …achja, ich kenne übrigens auch etliche Jägerhochstände, die fein an die Bäume genagelt und den Baum weitaus mehr schaden als so manch ein Cache… aber sowas ist natürlich egal… schon klar…

  • museion sagt:

    Ich muß sagen, daß in mir Widersprüche hallen:

    “Wir fordern jedoch, dass die Rechte der Eigentümer respektiert werden und Geocaches nur noch in Abstimmung mit den Eigentümern versteckt werden dürfen.”

    Als Geocacher kann ich die Durchführung des oberen Satzes nicht nachvollziehen – es ist den Ämtern strikt verboten, den Eigentümer einer Parzelle jedem x-beliebigen Menschen zu nennen. Selbst meinen Grundstücksnachbarn konnte ich nicht übers Amt, sondern nur über meine Nachbarn feststellen. Im Amt haben Sie einen Brief (es ging um Zaunführung) weitergeleitet und ich habe irgendwann beim Frühstückstisch einen Anruf von einer mir unbekannten Person = Grundbesitzer bekommen. Also ist eine Abstimmung mit dem jeweiligen Eigentümer meist schwierig bis gar nicht möglich und auf jeden Fall langwierig und kompliziert.

    Andererseits: Auch ich möchte nicht unbedingt, daß jeder kommt, fragt und dann weiß, wem meine Ländereien gehören (davon abgesehen, daß man es bei mir ausnahmsweise sieht und auch Schilder dran sind).
    Als u.a. Inhaberin eines landwirtschaftlichen Betriebes fände ich es auch nicht prickelnd, wenn irgend jemand ohne meine Erlaubnis einen geocache auf meinem Gelände versteckt (habe mehrere ha – ist ist also nicht hypothetisch). Ich würde es wahrscheinlich erlauben, aber würde eben auch gefragt werden wollen. Weil ich z.B. eben das Wegerecht aus bestimmten Gründen nicht überall gewähren würde – sorry, auch nicht Geocachern.

    Schwierig, schwierig, das Ganze ………
    Und die an (fremde) Bäume genagelten Behälter finde ich übrigens auch nicht gut. Hieß es nicht irgendwo in den Regeln, daß man die Natur NICHT verletzen sollte?

  • Wölfi sagt:

    Sie haben es aber auch wirklich schwer, die armen Waldbesitzer. Nicht nur Beeren- und Pilzsammler rammeln in den entlegensten Waldecken herum, nicht nur Hundbesitzer lassen ihren Pluto durch den Wald rennen, nicht nur Mountenbiker, nicht nur Reiter, nicht nur Jogger nein – auch jene heimlichen Naturliebhaber, die lieber unauffälig und im Verborgenen wirken, die nach Möglichkeit keine Spuren hinterlassen, die höchstens Müll aus dem Wald mitnehmen als dort welchen zu lassen, eben jene Geocacher erdreisten sich, dann und wann auch mal im heiligen Wald ihrem Hobby nachzugehen. Wie gesagt: Sie haben es wirklich schwer. Darüber hinaus kann man mal wieder sehen: Sch… (schlecht), wenn man keine Ahnung hat. Aber zumindest da sind wir hier in Deutschland unschlagbar: Von keinerlei Sachkenntnis getrübt ist es Mode, eine Meinung zu haben. (Fast) jeder ist der beste Bundetrainer oder weiß genau, wie man ein Formel-Eins-Rennen gewinnt oder was diese Geokatscher so im Wald treiben. Und wenn es an Informationen mangelt – kein Problem! BILD Dir deine Meinung und dann ist alles gut.

  • Travelling Jack sagt:

    @Wölfi
    Du schriebst:
    “auch jene heimlichen Naturliebhaber, die lieber unauffälig und im Verborgenen wirken, die nach Möglichkeit keine Spuren hinterlassen, die höchstens Müll aus dem Wald mitnehmen als dort welchen zu lassen, eben jene Geocacher erdreisten sich, dann und wann auch mal im heiligen Wald ihrem Hobby nachzugehen. ”

    Wölfi, ohne Dir nahe treten zu wollen,
    “Heimlich”, “Naturliebhaber”, “unauffällig”, “verborgen”, “keine Spuren hinterlassen” und “Müll aus dem Wald mitnehmen” sind Begrifflichkeiten, die schon seit einiger Zeit nur noch in Ausnahmefällen mit Geocaching in Verbindung gebracht werden können.
    Seit ca. 2007/08 benutzt man u.a. vornehmlich folgende Begrifflichkeiten/Redewendungen: “Rindenvonbäumenreisser”, “Wildverschrecker”, “durchs Unterholz brechen”, “Mauer abtragen”, “jeden Stein umgedreht”, “Wurzeln entrindet”, “Cacherautobahn”, “Statistikcacher”, “Großrudel”, “FTF-Jäger”…

    Nachlesbar in Artikeln und in vielen Logs.

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