Geocaching-Equipment im Test: Fjällräven Kalfjäll Trousers

16. August 20109 KommentareEiner von 546 Beiträgen von aba

Ich habe meinen Urlaub, man wird es noch im Podcast hören können, nicht nur zur Erholung genutzt, sondern auch ein paar ganz spannende, interessante oder nützliche Dinge getestet. Darunter auch eine schicke Hose von Fjällräven.

Zunächst war ich, das gebe ich gerne zu, mehr als skeptisch: Wer mit mir insbesondere auf Touren bei Dunkelheit unterwegs war, weiss um meine Bemühungen, möglichst abgegriffenes Stoffmaterial an den Beinen zu tragen – meine “Tobehose”. Das liegt einfach daran, dass ich nicht unbedingt Lust habe, im Gelände auf irgend etwas der mitgeführten Gegenstände und Bekleidungen Rücksicht zu nehmen. Der sandmann wird ein Lied davon singen können (oh, wie doppeldeutig…).
Nun kam also eine Hose, die zunächst ganz anders aussieht als mein sonstiges Beinkleid. Und zudem auch noch mit mir bis dato unbekannten Attributen bezüglich Tragekomfort und sonstigem Schnickschnack zu glänzen versuchte. Dabei sieht die Kalfjäll genannte Outdoor-Hose auf den ersten Blick (zumindest die Olive/Black-Variante) aus wie eine Hose für Fliesenleger aus dem Baumarkt… Mit anderen Worten: Wir waren nicht sofort Freunde.

Das änderte sich aber spätestens bei den ersten Kletter- und Treckingtouren durch die tschechischen Wälder. Regen? Kein Thema. Der perlt einfach nur ab, auch über längere Einwirkzeit. Dornenbüsche? Kein Problem. Einfach durch, es bleibt nichts hängen, reisst nichts auf. Anstiege? Kein Ding. Die Hose kneift nicht, scheuert nicht, sitzt perfekt. Stadtbummel? Nichts dabei. Die Taschen bieten Platz für Kleingeld und Autoschlüssel, ohne später ausgebeult und unschön an der Hose zu hängen.

Insbesondere auf besagten Touren durch die Wälder ist die Hose extrem praktisch: Man kann, muss sie aber nicht schonen. Dieses Hightech-Zeug (nennt sich G1000, wer mag, kann Spezifika gerne nachlesen) ist sehr robust. Selbst ein längerer Regenschauer war kein Problem – und eine dem Waschgang auf einem Campingplatz folgende Trocknungsszeremonie war leider viel zu schnell vorbei.

Natürlich hat das Teilchen seinen Preis: Etwa 150 Euro sind fällig. Aus meiner Sicht, der bei diversen Touren schon mehr als zwei Hosen komplett zerschlissen hat, eine durchaus lohnende Investition. Allerdings geht mein Testexemplar (die Füchse waren so nett, mich damit den Urlaub über auszustatten) wieder zurück: Die Grösse war nicht ganz optimal – ein Gürtel musste die Hose auf Hüfte halten.

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9 Kommentare »

  • lillsche sagt:

    auch wenn fjäll räven recht teuer ist: die g1000 klamotten sind super! da lohnen sich paar euronen mehr.

  • Markus sagt:

    Naja, das G1000 und beschriebene Verhalten ist für uns Trekkingfreunde nix neues ;-)
    Auch gibt es genügend Lektüre, wo das Material für robuste Einsätze empfohlen wird – allerdings bedenke man, dass sich das Wachs beim G1000 rauswäscht und nur mit viel Zeitaufwand und Liebe der “Urzustand” wieder hergestellt werden kann!

    Ich hab meine Investition in die FjällRäven auch nie bereut – im Gegenteil, die Cacher meiner Region damit ausgestattet ;-)

  • aba (Autor) sagt:

    @markus.
    der umstand mit dem wachs ist mir natuerlich (nach relativ kurzer “anwendungszeit) noch nicht so praesent. aber ein guter hinweis.

    und ja: wir hier in meckpomm kriegen doch sowieso alles hundert jahre spaeter… ;) )

  • schnitzel... sagt:

    …ein klein bisschen klugscheißerei…

    die kalfjäll ist nicht aus G-1000 sondern aus G-1000 lite…
    G-1000 lite ist sehr neu auf dem markt…der stoff ist deutlich leichter wie das klassische G-1000…

    in wie weit G-1000 lite an die strapazierfähigkeit von G-1000 rankommt ist momentan schwierig zu beurteilen…in ein paar jahren wird man sicherlich mehr wissen…obwohl, wenn es so lange hält wie meine älteste G-1000 jacke, dann wird es gefühlt dreistellig… ;)

  • aba (Autor) sagt:

    @schnitzel…
    ah, ok. dass es da nochmal einen signifikanten unterschied gibt, entzog sich meinem wissen. danke fuer den hinweis.

  • Phil1982 sagt:

    Ist das Material denn noch irgendwie Atmungsaktiv? Wenn man da drin nicht gleich so anfängt zu schwitzen wär das die ideale Hose für meine Touren.

  • Markus sagt:

    @Phil1982
    …atmingsaktiv – da scheiden sich generell die Geister ;-(
    Ich bin jetzt seit über 20 Jahre mit dem klassischen(dicken) G-1000 unterwegs.
    Klar macht es einen Unterschied, ob ich die gut gewachste oder eine “ausgewaschene” Hose trage – das merke ich schon i.S. schwitzen – aber ich empfinde die gut gewachste Hose lange nicht so unangenehm, wie die, die mit Membran oder Beschichtung daher kommen und 100%-wasserdicht sind.
    Vorteil auch, dass Du punktuell nachwachsen kannst z.B. nur die Oberschenkel, weil es da am meisten drauftropft.
    Und ich hab es immer so gehalten, das je nach Urlaubsgebiet und zu erwartender Wärme, hab ich die Hose nicht nachgewachst und erst bei Touren in regnerische Gebiete oder halt Richtung Herbst/Winter das Wach wieder drauf kommt.
    Ein weiterer Vorteil, wie ich finde, ist das angenehme Tragegefühl auf der Haut, fast wie bei ner Jeans.

  • Dosenfischen – der Podcast 127 | Geocaching Podcast DOSENFISCHER sagt:

    [...] und vom umfangreichsten Equipment-Test aller Zeiten. Ein Teil davon war ja schon zu lesen (hier über die Fjällräven-Hose, hier praktische Tipps zur Nutzung vom Trangia-Kochgeschirr). Es folgen noch ein paar Berichte zu [...]

  • Phil1982 sagt:

    @markus
    danke für die ausführliche Antwort! :)

    Wenn meine Tischlerhose das nächste mal durch ist ist dann wohl so ein exemplar dran

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