Beelitz ist dicht

30. Juni 20108 KommentareEiner von 576 Beiträgen von sandmann

Es war ja fast schon zu erwarten – nun ist es Realität – Beelitz ist dicht.

Da ich selbst nie da war, kann ich gar nicht viel dazu sagen, insofern: Abschiedsworte einfach in die Kommentare. Danke unter anderem an explora für die Infos.

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8 Kommentare »

  • tkrholic sagt:

    In Ulm hatten Barbie und Bruettler in einem Gespräch schon erwähnt, dass so was passieren könnte. Ich kann die Entscheidung des Besitzers auch nachvollziehen und verstehe es vollkommen.

    Mein Cache-Tag in Beelitz (letztes Jahr im Juni) mit meinem Dad war und ist nach wievor (auch nach Ulm) die Nummer 1 meiner Caching-Erlebnisse. Ich werde diesen Tag und die Beelitzer Heilstätten so wie ich sie erlebt habe in ewiger Erinnerung behalten.
    Gruß
    tkrholic

  • Trabifahrer sagt:

    Die Entscheidung kann ich verstehen. Leider hatte ich nie das Vergnügen nach Beelitz zu fahren… So kann man auf der To-Do-Liste auch einen Punkt abhaken…

    Gruß

  • DocW sagt:

    Ja, es war zu erwarten und es konnte auch nicht anders kommen.
    Wir waren ziemlich genau vor zwei Jahren in Beelitz und haben das Gelände ausgiebigst erkundet und genossen. Wir haben auch damals den Eigentümer, der auf dem Fahrrädchen durchs Gelände fuhr, getroffen. Damals war noch alles locker.
    Es war der ultimative Lost Place; ganz leer sind wir nach Hause gefahren, was sollte es hier nach noch als Steigerung geben?
    Damals war schon abzusehen, dass nur mehr Leute aller Colour diesen “Geheimtip” heimsuchen, das ganze mutierte zur Disney World für Fotografen, Urbex, Gothics, Schleicher und noch schrägeres Volk. Lost war man dort wohl lange nicht mehr. Da musste irgendwann was passieren!
    Nun ist es passiert. Schade drum.
    Aber ich erinnere mich gerne an den Besuch und betrachte ab und an die Fotos von der Tour. Übrigens: Beim Zeigen der Fotos innerhalb der Familie ergab sich für mich ein ganz unerwarteter persönlicher Bezug zu Beelitz: Mein Vater erzählte mir, dass sein Vater/mein Großvater (den ich nicht wirklich gekannt habe; er starb, als ich 5 war) in den zwanziger Jahren in Beelitz Heilstätten als Lungenfacharzt gearbeitet hat.

  • Zorcan sagt:

    Schade, schade … dennoch kann man die Entscheidung des Verwalters nachvollziehen. Die Vorfälle sprechen für sich. Das Gelände ist (war) auf jeden Fall sehr sehenswert. In den letzten 4 Jahren hat die “Sicherheit” leider stark gelitten. Nicht zuletzt wegen des starken Vandalismus. Ich bin froh, mehrfach dort gewesen zu sein und den verbliebenen “Spirit” der Heilstätten selber erfahren zu haben. Die Motive (aus fotografischer Sicht) und die Cacheserie waren einmalig.

    Ein letzter Gruß aus Beelitz.

    Zorcan

  • London Rain sagt:

    @DocW: Jau das war ne tolle Tour. :) Und schon damals war ja in der Diskussion wie lange das noch gut geht…

  • TKKR sagt:

    Beelitz ist auf jeden Fall der Ort an dem ich die bislang meisten Fotos auf Cachetouren geschossen habe. Ich war 3x dort. 2x zum cachen und ein mal zum genießen.
    Die Caches waren, ein Erlebnis, da sie einen unaufdringlich zu besonderen Orten innerhalb dieses besonderen Ortes geführt haben.

    Ich bin froh dort gewesen zu sein.

  • Hamelenser sagt:

    Ich war im Mai 2009 für einen Tag in Beelitz. Zu dem Zeitpunkt war der Vandalismus leider schon sehr weit fortgeschritten. In der Chirurgie traf ich auf eine Gruppe, die dort eine Bier- und Grillparty veranstaltete und nachher Bauschutt quer durchs Gebäude und in den Fahrstuhlschacht warf. :-( (

    Auch wenn man dort aufgrund der vielen Besucher längst nicht mehr alleine war, so war die Erkundung auf eigene Faust dennoch etwas ganz besonderes und nicht mit einer Führung in einer Gruppe vergleichbar.

    Ich wäre gerne nochmal wiedergekommen, um einfach etwas herumzustöbern, mehr Fotos zu machen und mehr vom Zusammenhang der Dinge auf diesem gigantischen Gelände zu begreifen.

    Schade, dass es wegen ein paar Idioten so weit kommen musste.

  • Black_hole sagt:

    Nur gut, dass ich vor einem Jahr zum 2.Event in Beelitz war. Nachdem ich soviel darüber in GC-Kreisen gehört hatte, war es einfach ein Muss. All die vielen Fotos und Videos können einen vor-Ort-Besuch nicht ersetzen. Nach jedem Lost Place habe ich gemischte Gefühle. Nach der Vorfreude bin ich von dem Entdeckten überwältigt und reizüberflutet. Später in der Nachbereitung setzt sich ein beklemmendes Gefühl durch. Warum passiert so etwas? Was treibt uns Menschen dazu, Gewalt gegen Andere und Sachen auszuüben? Ich habe Freude daran, etwas “zu Stande zu bringen”. Egal ob was gebastelt, also materiell, oder eine Beziehung zu anderen netten Menschen hergestellt, also ideell – Schaffen und etwas geschafft zu haben macht Spaß. Ich habe ja für fast alles Verständnis, zumindest versuche ich mich in die Situation zu versetzen. Doch mein Hirn ist wohl zu begrenzt, um verstehen zu können, was einen Vandalen dazu motiviert, fremde Sachen zu zerstören. Das wirtschaftliche Motiv von Metalldieben erschließt sich mir noch, obwohl die damit verbundene Zerstörung eines Kulturguts oder verbundene Gefährdung beim Brücken- und Schienenklau nicht akzeptabel und somit verabscheuungsbedürftig ist.
    Frau Krause berichtete, dass in Beelitz ganze Horden am Bahnhof angekommen sind, nur um zu zerstören. Wo ist der Kick, wenn eine Fensterscheibe zu Bruch geht? Wieviel Frust muss man haben, um so etwas zu tun und dabei noch Genugtuung zu empfinden? “Und nächste Woche kommen wir wieder!” – Ich schäme mich, mit solchem Abschaum in einer “Gesellschaft” zu leben.

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