Ein Fahrrad für den sandmann

2. März 201024 KommentareEiner von 576 Beiträgen von sandmann

Für Fakten und Links bitte runterscrollen. Hier oben gibt’s erstmal Geschwafel.

Vorwort
März. Es taut. Für mich bedeutet das: Der Winter ist vorbei, ohne dass die Sportart meines Lebens vorbeigekommen wäre und mich aufgesammelt hätte in meiner bewegungsfeindlichen Welt.

Um mich rum sind alle nur am Rennen.

aba rennt. Und lässt die Software die Ergebnisse twittern. rehwald twitterte unlängst keuchend live vom Laufen. Die ganze Sportredaktion läuft und alle anderen fahren Rad. Immerzu. ivalo – der fährt sogar nur mit dem Rad. Und Herr Zielinski – der hat ja lange überhaupt nur radelnd seine Caches gefunden.

Ich stelle fest: es fahren verdächtig viele Leute und das sind dieselben, die gar nicht keuchen beim Treppensteigen – selbst die Raucher. Da könnte es ja einen Zusammenhang geben. Ganz sicher aber einen Gruppendruck. Und weil es taut und der Winter rum ist, ohne, dass mich eine adäquate Sportart mit ihren schwitzigen Verlockungen wachgeküsst hätte, hab ich gedacht, ich könnte ja auch mal wieder. So wie früher. Kamikaze-Radfahren immer die Schönhauser runter.

Ach, sagt der Frührentner in mir, das waren noch Zeiten. Und der Wagemutige sacht, komm schon, da geht noch was. Und der Nüchterne springt ihm bei: Ist alles nur eine Frage des Materials. Und das glaubt der Entscheider in mir natürlich nur zu gern. Kommen wir also zum Punkt, dem langersehnten: Ich habe recherchiert in Sachen Fahrräder für Dicke.

Es gibt einige Firmen, die dieses Segment bedienen. Alles ist da etwas robuster, etwas dicker und deshalb etwas schwerer natürlich. Bis 150 Kilo können die Räder dann aber auch tragen – mindestens. Manche Hersteller versprechen auch 170 – manche sogar 200kg. Ganz lange Menschen haben ebenfalls gute Karten – in der Regel können diese Drahtesel für Fahrer bis zu 2.20m (!) Körpergröße angepasst werden. Ich hab mich übrigens umgeschaut im mittleren Preissegment – die Online-Preise liegen den Recherchen nach zwischen 450 und 900 Euro. Nicht, dass Ihr denkt, hier gibt’s High-Tech-Karbongedöns.

Raleigh
Raleigh hat zwei XXL-Räder im Sortiment. (XXL, für echte Kerle, strong, schwer, groß – das sind so die schönfärberischen Floskeln, die unweigerlich im Zusammenhang mit Moppel-Bikes auftauchen) Raleigh jedenfalls hat die hier:

Das Oakland XXL- scheint mir ein Fahrrad für den ambitionierten Nichtsportler zu sein – eher ein Stadtrad.

Das RUSHHOUR 3.0 XXL sieht etwas aerodynamischer, etwas sportlicher aus – ist das schon Trekking? Ich denke ja. Trekking für dicke Ex-Fahrradkuriere.

Victoria
Weiter geht’s mit Rädern von Victoria. Und hier sind die Modelle nach deutschen Städten benamst: das City-Rad „Schwerin“ und das Trekking-Bike „Schwerte“ kommen in Frage – zwinker, zwinker, blinzle, zwinker… „Schwer“in… „Schwer“et… Da hatte die Marketingabteilung Spaß.

Rixe
Beim Namen des XXL-Rades der Firma Rixe ist Frankreich Trumpf – die Jungs rufen ihren Drahtesel Toulouse XXL 24G – ebenfalls ein Trekking-Rad. Toulouse – no time. No time, Toulouse. No time Toulouse. Was ein Komma bei gehöriger Ignoranz der übrigen Regeln doch ausmacht. Ich schweife ab.

Pegasus
Fahrradbauer Pegasus hat bei mir – ganz grundlos – irgendwie das Image eines Seniorenausrüsters, aber das ist ja nur in meinem Kopf. Pegasus wirbt im Online-Katalog mit einem Basketballspieler für das Strong SL. Dabei ists definitiv etwas Gemütlicheres… Hinter dem Link gibt’s nur die Damenvariante – es wird aber wohl auch mit „mit Stange“, wie wir das früher nannten, ausgeliefert.

Kalkhoff
Zu guter Letzt bleibt noch die Firma Kalkhoff – sie schickt das teuerste der aufgeführten Räder in mein Recherche-Rennen – für das Foreigner XXL 27-G Deore XT gehen mindestens 900 Euro über den Ladentisch. Sieht aber auch irgendwie edel aus. So mit Scheibenbremsen aus der Raumfahrtforschung. Crazy.

Etwas bodenständiger und damit auch günstiger wird’s beim Agattu XXL 24-G Deore – das liegt, wie auch die anderen Fahrräder irgendwo bei 600 Euro.

Fahrradmanufaktur
Die Grenze von 1.000 Euro sprengt die Fahrradmanufaktur. Hier gibts das T-XXL einmal mit Ketten-, einmal mit Nabenschaltung. (Danke Spike05 für den Hinweis)

Hier ist noch ein Shop der mehrere der genannten Marken führt – so mal für die finanziellen Hausnummern – kaufen werde ich hier vor Ort. Falls jemand einen Tipp hat, welches der genannten Räder ich kaufen soll – ich schiele da mal nach Hamburg – der ist willkommen.

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24 Kommentare »

  • Spike05de sagt:

    Augen auf beim Fahrradkauf. Ich hätte da noch einen Tip bevor Du dich auf die von Dir genannten einlässt. Es würde z.B. noch das T-XXL von der Fahradmanufaktur in Frage kommen. In der aktuellen Trekkingbike ist über die XXL-Räder und was dort so zu beachten ist, ein guter Artikel drin. Persönlich würde ich mit mehreren Fahrrädern probe fahren und vor allem danach schauen was der Verkäufer so alles auf dem Kasten hat bezüglich richtiger Sitzhaltung und Einstellung des Fahrrads. Dort gibt es nämlich enorme Unterschiede. Gute Fahrradhändler lassen eine ausgiebige Probefahrt zu und stellen auch verschiedene Sättel und Lenkerkombinationen zur Verfügung.

  • sandmann (Autor) sagt:

    Unbedingt – ich wollte die Händler hier vor Ort schon noch etwas fordern.

    Aber ich wollte erstmal wissen, was überhaupt in Frage kommt. Plan ist, den Arbeitsweg künftig aufs Rad zu verlegen – das sind lumpige 8 Kilometer hin und zurück – und regelmäßig ein, zweimal die Woche auf einem geteerten Fahrradweg um den Schweriner Innensee zu radeln.

  • KoenigDickBauch sagt:

    Ein Freund von mir fuhr immer mit seinem Rennrad 30km zur Arbeit, bis er ein altes Hollandrad ausprobieren konnte/musste. “Mensch macht das Spaß, aufrecht sitzen, da sieht man alles und ich habe keine Verspannungen mehr!” begründete er seinen Abschied vom Rennrad. Da er einen Berg überwinden muss, fehlten ihm die vielen Gänge. Nun hat er ein Liegerad mit vorne so einem Wind/Regenschutz.

    Vom auf dem Bauch liegen, hat er sich auf das Rücke liegend weiter entwickelt und hängt nun sogar die Rennräder ab, da er windschlüpfiger ist.

    Mit anderen Worten: Ausprobieren und zwar alle Techniken.

  • rehwald sagt:

    Ich glaub es muss bei dir gar kein “Extra Strong” sein, denn dafür wirst du a) zu Beginn gar nicht soo viel km schrubben, damit sich dein Gewicht besonders auswirkt und b) wirst du erst im laufe einiger 100km merken, was du an dem Bike vermisst, was überflüssig und was wie geformt sein sollte (Sattel, Lenker…).

    Die Rahmen sind in der Regel alle stark genug um auch dein Kampfgewicht locker wegzustecken (zumindest nicht schlechter als den Durchschnittsgelegenheitsradler). Größtes Problem sind meiner Meinung nach die Laufräder und die Bereifung. Diese sind der eigentliche Knackpunkt, da diese am stärksten belastet werden. Bei der Federung wirst du aber nicht um Marke herumkommen, es sei denn du läßt diese weg (hängt allerdings auch ein wenig von der Fahrweise und der eigenen Haltung auf dem Rad ab. Eine aufrechte Fahrweisen belasten das Vorderad und die Federgabel weniger als die geduckte Rennradhaltung)
    Probefahren ist im übrigen wichtig, lassen aber nicht wirklich einen 100%igen Schluss zu. Es wird bei (nahezu) jedem Rad zu Problemen kommen, wenn du seit Jahren nicht gefahren bist (du wirst rumeiern wie blöd und dein Hintern und die Hände werden sich schmerzhaft bemerkbar machen, das vergeht aber wieder mit der Zeit). Aber da hilft nur Praxis.

    Die ganzen “XXL” und “Strong” und was nicht alles Fahrräder sind ideal für den ausdauernden Radler mit zu viel “Gepäck” der wiß was er braucht und will, weil er schon seit längerer Zeit auch lange und umfangreiche Touren fährt.

    Und wenn jetzt jemand meint, dass man das Rad ja wieder verkaufen könnte, wenn es einem nicht passt: der Markt für gebrauchte Räder ist in unserer Region nahezu nicht existent, was sich direkt auf den Preis niederschlägt (wenn dann höchstens durch persönliche Kontakte).

  • Sepp & Berta sagt:

    Scheibenbremsen kannst dir auch sparen. Wir haben hydraulische Felgenbremsen(Magura) auf unseren Rädern und sind hochzufrieden :-)

  • heisu sagt:

    Mir wären Hydraulic-Bremsen und ein guter Nabendynamo mit entsprechenden Scheinwerfern wichtig.
    Federung empfinde ich als überflüssig, besonders die gefederten Sattelstützen. Lieber ein dicker Reifen, wie der Schwalbe Big Apple. Das bedingt natürlich auch einen angepassten Rahmen, der 2 – 2 1/2″ Reifen aufnehmen kann. Macht das Rad insgesamt auch leichter.
    Als Schaltung, sollte eine 7 oder 8 Gang Nabenschaltung mehr als ausreichend sein. Im Stadtbereich und um den See brauchst du einfach nicht mehr Gänge. Ausserdem ist eine Nabenschaltung nicht so Wartungsintensiv und lässt sich leichter mit einem Kettenschutz versehen, was den komfort auf dem Arbeitsweg doch erhöht. Wichtig wäre dabei nur (zumindest mir) keine Rücktrittbremse.
    Und wie schon die Vorschreiber schrieben, um ausprobieren und intensive Beratung vor Ort, kommst du nicht rum.

  • rehwald sagt:

    Achja, wenn du Standesgemäß durch die Gegend rollen willst, schau dir auch mal das Big Boy von USED an. Der Text erklärt dort eigentlich schon alles. Und in der Navi, ganz unten gibt es ein paar sehr hilfreiche Links für alltägliche Problemchen ;-)

  • D-Buddi sagt:

    also ich habe mir vor einem halben Jahr ein Kalkhoff gekauft und bin sehr zufrieden. Eigentlich fand ich es erst etwas teuer, 500 Euro für ein 08/15 Rad ohne Besonderheiten, wurde dann aber von Experten belehrt das Kalkhoff wohl sowas wie der untere Rand der Markenräder sein soll. Sozusagen besser als der gesamte NoName-Billig-Ramsch aus dem Baumarkt, aber mehr auch nicht. Das Ding ist absolut stabil und ich fahre damit durchaus auch mal durch den Wald. Wie du weißt ist mein Kampfgewicht nun auch nicht sooooo weit unter deinem und das macht überhaupt keine Probleme!! Ich denke mal da müsstest du noch mal reichlich zulegen bevor du wirklich was verstärktest benötigst.

    Als einziges Zubehör habe ich mir einen Gel-Sattel zugelegt, der ist richtig schön breiig und labberig, fühlt sich an als hätte man sich in Wackelpudding gesetzt, ein schönes Goodie für meinen Hintern 8-) Ja ich weiß das so ein Sattel ganz ganz verkehrt ist, interessiert meinen Hintern aber nicht, der fühlt sich auch nach 40 Kilometern noch wohl!

    Ansonsten frag mal ageta nach Rat, der verkauft doch Fahrräder, haben gerade eines für die unsichtbare Heike zusammen gestellt… Auch wenn du natürlich vor Ort kaufst kann man ihn ja mal so unter Geocachern fragen ;-)

    Wenn du beim NDR irgendwann reich wirst wäre vielleicht eine Saxonette (mit kleinem Benzin-Motor) oder ein Elekrorad drin, dann kannst du fahren ohne das lästige treten ;-)

  • Spike05de sagt:

    Ja, das Rad von Fahrradmanufaktur ist zwar mit etwas über 1000 Euro etwas teurer, aber meist ist dort auch das bessere Material verbaut. Auf Federung würde ich in dem Preissegment auf jeden Fall verzichten da diese nur zu Problemen führt (Undichtigkeiten usw.) Dann lieber Schwalbe Big Apple drauf damit fährt es sich auch prima.
    Ich verrat jetzt hier mal besser nicht was meine zwei Fahrräder gekostet haben. :rolleyes:

  • mity! sagt:

    Um die Entscheidung entscheidend weiter zu verkomplizieren – äh… ich meine natürlich voran zu treiben, wollte ich noch kurz einwerfen, dass mein Fahrrad “Potsdam” heißt, aber aus Bielefeld kommt (ja, ja, die Dr. Oetker – Verschwörerstadt).
    Die bei <a href=http://www.patria.net]Patria haben natürlich auch ganz väterlich Modelle in “Pro XL”-Ausstattung am Start. Und doppeltverstrebte, kreuzgemuffte… nee, das war was anderes. Ach so: Handverlötete, gemuffte Stahlrahmen. Solide.
    Mein Potsdam ist in den letzten vier Jahren jedenfalls klaglos (sowohl es als auch ich) 28.000km gerollt.
    So, genug des Product Placements (eigentlich ja schon nackte Werbung) und viel Spaß beim Aussuchen. Freue mich schon, mal mit dem Rad nach Schwerin zu kommen und ‘ne Tour mit Dir zu machen…

  • mity! sagt:

    Herrjeh, und jetzt kann ich nicht mal mehr meinen Tippfehler korrigieren.
    Merke: Eckige Klammern im Log, spitze Klammern in HTML, eckige Klammern im Log, spitze Klammern in HTML, eckige Klammern im Log, spitze Klammern in HTML, eckige Klammern im Log, spitze Klammern in HTML…. *schäm*

  • TweetyHH sagt:

    Hmm,
    sind das jetzt Räder für Große oder für Dicke? Ich kenn dich jetzt nicht – aber das du etwas “gemütlicher” bist ist ja allgemein bekannt – aber auch so groß? Wenn du jetzt mit dem Radfahren wieder einsteigen willst, wirst du sicherlich nicht hart durch das Geländer jagen oder dich zum Kantsteinspringer mausern.
    Meines Erachtens sollten “normale” gute (!) Räder für dich ausreichend sein. Oder Sagen wir es anders: Meine Räder leben noch (bzw. sie haben ein ausreichend stolzes Alter erreicht). Ich wieg’ zwar wahrscheinlich nur die Hälfte (wenn du von 150kg sprichst), aber dafür mussten sie bei mir schon so einiges mitmachen, was du ihnen wahrscheinlich nie antun wirst. Achte lieber auf einen Sattel und Lenker der zu dir passt und gib da ggf. für extra Geld aus. Da dürfte es mit am Besten angelegt sein. Bei Federgabeln hab ich immer das Gefühl, dass diese sowieso etwas überproportioniert sind – Obwohl ich meine auf möglichst weich stehen hab, habe ich sie bewusst noch nie durchgehauen – Ich fahr zwar kein Downhill aber ich hab durchaus schon Sprünge hingelegt die das Vorderrad belasten.

    Dann würde ich noch sagen, dass du ansosnsten evtl. darauf achten, dass du ggf. etwas breitere Mäntel aufziehst (nein, keine Treckerreifen, aber selbst bei Tourenräderreifen gibt es da Unterschiede. Die meisten Händler (meine Erfahrung) versuchen natürlich zu verkaufen was sie gerade da haben, aber bestellen tun sie dann doch bereitwillig, wenn man weiß was man will) und wirklich darauf achtest, dass die Schläuche immer mit ausreichend Luftdruck versorgt sind. Den Fehler machen die meisten Leute: “Puh – Radfahren ist so anstregend” – “Kein Wunder, wenn du ohne Luft fährst”. Von daher. Kauf dir gleich ‘ne ordentliche Pumpe mit Druckanzeiger und ordentlich Hebel (oder geh zur Tankstelle).

  • sandmann (Autor) sagt:

    @TweetyHH Naja, 1,90 sinds… das ist ja heutzutage nicht mehr wirklich groß. Heute hat mir der Fahrradmann nach dem Ausmessen einen 55er Rahmen empfohlen.

    @all
    Cool. Danke für die vielen guten Hinweise. Entscheidungsfindung läuft ;-)

  • Eastpak1984 sagt:

    Interessant… jeder Hersteller benennt seine Produkte eigenständig, und doch plant fast jeder ein “XXL” mit ein, obwohl es ja sonst kein S, M, L etc. gibt.

    Naja, die arbeiten wohl auch suchmaschinen-optimiert ;-)

  • minddavid sagt:

    ich finde ja, bei der Fahrradmanufaktur sollte man hinter das „Ketten“ noch einen Bindestrich setzen. Sonst wäre es WIRKLICH offroadtauglich ;)

  • sandmann (Autor) sagt:

    Hast Du aber gute Augen ;-)

    Ist allerdings eine schöne Vorstellung, so mit Ketten durch die Botanik zu radeln. Allerdings wäre dann ein Hilfsmotor Pflicht.

  • wemwolf sagt:

    Gerade bei höherem Gewicht würde ich zu Scheibenbremsen tendieren, weil sie einerseits, wie auch die hydraulischen Felgenbremsen, mehr Bums haben, als mechanische Bremsen, andererseits aber die Felgenflanken nicht abnutzen.

    Vollfederung muss sicher für den Stadtbereich nicht sein, aber eine Federgabel schont auch dort die Handgelenke. Und spart in Kombination mit einem höheren Reifendruck Kraft beim Kurbeln. Wenn man nicht gerade Ultraleichtbau kauft, und dem Rad ab und zu eine Wartung angedeihen lässt, sollte eine gute Gabel auch mit einem etwas höherem Gewicht zurechtkommen. Ich habe den Wartungsgedanken bei keiner Luftfedergabel immer sträflich venachlässigt, und trotzdem hat sie etwa 7 Jahre Geländeeinsatz klaglos mitgemacht, bevor jetzt die Dichtungen getauscht werden müssen.

  • jonny.cache sagt:

    Sandmann, lieber Sandmann,
    wenn es denn nach all dem Vorgeplänkel so weit ist, und Du einen geeigneten Esel gefunden hast, wirst Du feststellen, daß zumindest anfangs gar nicht so am Bauche sondern vor allem im Kopfe ein Wohlgefühl Einzug hält, und damit meine ich nicht, daß man in diesem Bereich physisch abnimmt, eher psychisch. Ansonsten: Augen auf bei der Markenwahl, einfach mal bei zwielichtigen Adoleszenten unverbindlich nach den beliebtesten Fahrradmarken erkundigen, den Kauf dieser dann meiden. Aus leidvoller Erfahrung ein wichtiger Aspekt.Siehe z.B. hier

  • Cache and bike « ksued sagt:

    [...] mich als begeisterten Fahrradfahrer natürlich sehr. So berichtet Geografitti über Naviki und der Sandmann möchte sich ein Fahrrad anschaffen. Ich bin selber über das Fahrradfahren zum Geocaching gekommen [...]

  • Henny-r sagt:

    Hallo Sandmann!

    Ich habe mir letztes Jahr ein Kalkhoff Agattu XXL zugelegt. Eigentlich bin ich da sehr zufrieden damit. Was blöd war, das die Standard-Kette mit Schloss ausgestattet ist. Die ist mir nach 35 km abgeflogen.

    Bin damit häufig zur Arbeit gefahren, und so auf gut 75-100 km in der Woche gekommen. Richtig drastisch ist nur der Verschleiß bei den Bremsbelegen. Ich fahre aber immer einen recht steilen Berg hinab, da habe ich von Ende April bis September einen kompletten Satz verschliessen.

    Leider hatte ich dann im September einen Unfall, habe mir dabei den linken Ellbogen gebrochen. Das positive war, nachdem die Schmerzen weg waren, das ich Zeit und Muße hatte, jede Menge Dosenfischer-Podcast zu hören. Außerdem hatte ich einen Helm auf, der aber nichts gebracht hat, da ich ja auf den Ellbogen gefallen bin.

    Jetzt muss ich mir nur noch einen Zweiradmechaniker suchen, der mir eine neue Kette aufzieht, und das Rad checkt. Dann kann es wieder losgehen.
    Ich würde sagen 4 von 5 Sternen für das Kalkhoff Agattu.

    Gruß

    Henny-r

  • sandmann (Autor) sagt:

    So, bei mir ist die Entscheidung nun auch gefallen, und wenn ich das von den Bremsbelägen bei Henny lese, dann hab ich in dieser Hinsicht wohl richtig entschieden – selbst wenn es hier in Schwerin keine steilen Berge gibt. Auch bei mir wirds ein Kalkhoff sein – das Foreigner XXL. Und als Schloss gibts das Abus Bordo dazu.

    Das Ärgerliche: Erst in drei Wochen soll das Rad da sein, sagt der Fahrradhändler.

  • Hamelenser sagt:

    Ich denke auch, man kann sich nach einer längeren Pause nicht gleich das perfekte Rad kaufen. Man muss erstmal ausprobieren, was man braucht und was man will. Was einem wichtig ist und was einen nervt.

    Nachdem mein treues, uraltes Heidemann Rad nun wirklich komplett aufgebraucht war und mir ein Rixe einen Tag nach dem Kauf gleich wieder geklaut wurde, fahre ich jetzt ein Hollandrad einer hier eher unbekannten Marke (also nicht Gazelle).

    Daran habe ich lieben und schätzen gelernt:

    – Gemuffter Stahlrahmen: Stabil und robust
    – Angenehme, aufrechte Sitzhaltung
    – Nabenschaltung und Kettenschutz
    – Rücktrittbremse: Robust und wartungsfrei
    – Stahlfelgen: Halten auch heftigen Schlaglöchern stand
    – Schwalbe Marathon Plus Reifen: Wirklich nahezu unplattbar

    Was ich nachgerüstet habe:

    – Guter(!) Nabendynamo und LED Frontscheinwerfer
    – Abus Granit Bügelschloss

    Was ich noch brauche:

    – Entweder mehr Gänge als drei oder alle drei mit weniger Übersetzung
    – Ein besseres Tretlager und bessere Pedale
    – Eine bessere Schlosshalterung

  • Erdwesen sagt:

    Hallo sandmann!

    Mit einigen Tagen Verzögerung erfahre ich, dass es hier nun doch einen extra-Eintrag für Dein neues Fortbewegungsmittel gibt.

    Erstmal Glückwunsch zum neuen Fahrrad! 8 km sind wirklich gut zu schaffen, besonders wenn Du dabei keine Schotterpiste fahren musst. Die beste Marke :-) ist hier natürlich nicht aufgelistet, aber so verbreitet ist sie auch noch nicht. Habe seit letztem Mai zum ersten mal einen aus ausgesuchten Einzelteilen zusammengestellten Pedalritter. Mal schauen, ob er dann hier zu sehen ist, wenn ich versuche, einen Link einzubinden:
    Erdwesens Pedalritter

    Das Bike hätte zwar Deine Preisgrenze etwas überschritten, ich kann aber auch nach dem Sturz bei Glätte und Fahrbahnlöchern fahrtechnisch nur Gutes davon berichten. Wenn das Gewicht des Fahrers hoch ist (oder das Fahrrad oft schwer beladen wird), dann ist eigentlich nicht der Rahmen so entscheidend, sondern viel eher die Felgen und man sollte auf Reifen achten, die einen sehr hohen Druck aushalten. Durch das Gewicht schlägt jeder 0/8/15 Reifen sonst durch. Der einzige Mantel, der in Frage kommt, ist bei mir seit Jahren deswegen der Schwalbe Marathon plus / unplattbar (Preis ca. 33-35 Euro). Er hat außerdem nach ca. 200 km Einfahrzeit Grip ohne Ende und erlaubt eine für eine Fahrrad unglaubliche Schräglage auf Asphalt beim Abbiegen ohne vorheriges Abbremsen im Stadtverkehr. Das ist für mich ein wichtiger Punkt, da ich morgens ziemlich heizen muss, um noch rechtzeitig bei der Arbeit einzutrudeln!

    Okay, wenn man dann natürlich meint, vorne über den Lenker gehen zu müssen, weil man sich zusätzlich auch noch grandios verbremst, kann das Reifenprofil auch nichts mehr richten und die doppelwandige Felge war trotzdem so verbogen, dass ich eine neue brauchte. Wenn das Fahrrad sich allerdings nicht so gut fahren ließe, hätte ich wohl auch nicht derart Vollgas gegeben. So hat halt eben alles zwei Seiten.

    Fährst Du jetzt eigentlich mit Helm? Ich war mal kurz davor, mir einen zuzulegen und bin es eigentlich nach jedem größeren Unfall wieder, aber mittlerweile glaube ich, dass Knie und Ellenbogenprotektoren mehr bringen als nun unbedingt ein Helm, der ohnehin das Kinn nicht schützt.

    Was mir auch auffällt ist, dass die Leute, die einen Helm auf dem Kopf tragen, meistens wirklich reine Kamikaze-Fahrer sind – besonders hier in Hannover! In Münster konnte jeder wirklich Fahrradfahren, aber hier sind im Sommer derart viele seltsame Menschen unterwegs, dass man schon sehr aufpassen muss. Dass getragene Schutzausrüstung und riskante Fahrweise sich gegenseitig pushen ist ja inzwischen nachgewiesen.

    Nachdem ich seit meinem A-Führerschein im letzten Jahr einige Caches mit dem Motorrad angefahren habe, denke ich, dass es durchaus empfehlenswert ist, beim Geocaching einen Helm und Protektoren zu tragen. Wenn es zu heiß ist und der Cache relativ weit weg (so ab 750 m Dschungeltrip zur Dose) macht man zwar gelegentlich eine Saunakur, aber man braucht auf Gestrüpp und herunterhängende Äste viel weniger Rücksicht zu nehmen ;-) Der Kopf ist außerdem regendicht verpackt und wenn man irgendwo hoch muss, knallt man nicht direkt mit dem Kopf unter z.B. diese “Willkommen in Schönhausen-Holzinfotafeln mit Dach”, sondern hat einen 1A-Aufprallschutz nach oben! Besonders klasse ist es, dass man mit einer Motorradhose bekleidet auch stundenlang auf steinigem Gelände herumkriechen und ausgedehnt in typischer Erdwesen-Höhe suchen kann :-)

    Allerdings hat diese zugegebenermaßen durch Farbe und/oder Reflektoren auch etwas auffällige Montur auch einen gigantischen Nachteil: was bleibt einem als Ausrede, wenn einem doch jemand entgegen kommt??

    Zum Beispiel auf einem langgestreckten Fahrradweg, den man zwar nicht mit dem Motorrad befahren hat (es gibt immer Stichstraßen), aber wo man halt gerade mit Helm bei Regen fröhlich am Loggen war und soeben die Dose wieder versteckt hat. Und mitten im Wald als plötzlich Jäger vorbei kamen, verhielt ich mich dann auch eher mundfaul. Die haben nicht nur Geocacher zu ihren natürlichen Feinden erklärt, sondern ganz besonders auch noch motorradfahrende Geocacher, weil sie am Rande stehende Straßenmaschinen nicht von echten Enduros unterscheiden können.

    Sehr unangenehm ist es auch, wenn man als Frau in Motorradkleidung, mit Helm unterm Arm, GPS in der Hand und im Regen auf den Boden starrend auf einer einsamen Straße angetroffen wird. Dann halten plötzlich alle aus voller Fahrt an und fragen mit mitleidsvollem Blick, ob sie einem irgendwie helfen könnten. – Bislang habe ich mich in solchen Situationen immer artig bedankt und meinen Schlüssel vorgezeigt, aber das hat natürlich katastrophale Folgen für das Image von Motorradfahrerinnen in Geocacherland *unglücklich schau* ;-)

    Vielleicht solltet Ihr das Thema mal aufgreifen: Ausreden für Motorradfahrer/innen, die mitten im Wald jenseits aller asphaltierten und zugelassenen Wege in Motorradkleidung aber mit weit in der Ferne geparktem Motorrad Dosen suchen und dabei auf unterschiedliche Arten von Muggeln treffen. Das wäre mir wirklich eine große Hilfe!

    Viel Freude beim Fahren und immer schön oben bleiben.
    Grüße vom Erdwesen

  • rautAxe sagt:

    von dem Abus Bordo bin ich damals wieder
    abgekommen, da es einige Schwächen hat.
    Bügelschlösser in der Preisklasse sind einfach besser.
    Wobei wirklich nutzen tun die
    Schlösser eh nur bei Gelegenheitstätern.

    Als Reifenempfehlung:
    Schwalbe Marathon (gutes Preisleistung Verhältnis)
    oder Marathon plus(noch besserer Pannenschutz, aber schwerer
    und teurer).
    Fahren sich beide genial und sind verhältnismäßig
    Pannen sicher.
    Bin bis jetzt immer wieder zu den Marathon gekommen.

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