Studien, Ergebnisse, Interpretationen und deren Tücken
Zufällig bin ich auf Navigation Professionell über einen Beitrag gestolpert, der als Fazit einer Studie feststellt, daß analoge Karten bevorzugt würden. Grundlage sei eine Studie, die kürzlich von Schülern durchgeführt wurde.
Soweit sogut. Schaut man sich die Studie an, ist es in der Tat so, daß die Befragten mehrheitlich die analogen Karten mit guten Werten benoten.
Allerdings hat die Sache einen Haken: Die Befragung der Umfrageteilnehmer wurde in Buchhandlungen durchgeführt. Ich bin mir sicher, daß sich damit der Anspruch nach repräsentativen Ergebnissen nicht durchsetzen läßt. Oder hat jemand von Euch in letzter Zeit in einer Buchhandlung (das ist so ein Laden, in den man in echt reingeht) nach OSM-Karten gefragt?

Solche Haken gibts bei so ziemlich allen Umfragen. Repräsentativ ist das auf jeden Fall NICHT!
Für den schnellen Überblick, eine Urlaubsvorbereitung und natürlich Geocaching nutze ich persönlich digitale Kartendaten, ABER im Urlaub vor Ort ist immer eine gedruckte Karte die erste Wahl. Die Displays von mobilen Geräten sind einfach zu klein und gedruckte Karten sind eh viiiieeeeel schöner (aber das sagt wohl der Kartograph in mir).
Es gibt auch gedruckte OSM-Karten zB. einen Stadtplan von Kopenhagen (leider den Link nicht mehr gefunden) oder diesen von Birmingham.
Ich bin auch davon überzeugt, dass uns in Zukunft gedruckte Karten auf OSM-Grundlage häufiger über den Weg laufen werden.
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