Stellenbezeichnung: Reviewer, Bezahlung: Haustarif GC

13. März 20094 KommentareEiner von 546 Beiträgen von aba

Im grünen Forum bin ich über den Thread gestolpert, bei dem ich zuerst ungläubig den Kopf geschüttelt und vorschnell die Beteiligten für urlaubsreif erklärt habe.
Allerdings habe ich mir jetzt mal die Thesen und Ideen komplett durchgelesen und finde den grundsätzlichen Ansatz irgendwie charmant.

4 Kommentare »

  • rehwald sagt:

    Das wird und kann nie und nimmer funktionieren. Sobald bevorzugte Behandlung bei Zahlung eingeführt wird. Werden alle unbezahlten Anträge so lange verschleppt, bis der Owner aufgibt und “freiwillig” gezahlt wird. Allen Beteuerungen zum Trotz wird genau dies eintreten. Wenn auch nicht mit Absicht, aber die unterbewusste Gier des Menschen sorgt automatisch dafür. Und mal ehrlich, wer würde sich nicht aufregen, wenn jemand anderes an der Kasse im Supermarkt sich vordrängeln darf, nur weil der dann 5€ mehr zahlt? Oder wen regen mit Geldscheinen wedelnde Patienten, die sofort ins Behandlungszimmer beim Arzt dürfen nicht auf, während man selber seit 2 Stunden im überfüllten Wartezimmer sitzt? Und auch da kann man die Argumentation gelten lassen, dass jeder die Möglichkeit hat sich diese Vorzüge zu erkaufen. Aber es spaltet trotzdem in eine 2-Klassengesellschaft. Es ist etwas anderes eine Dienstleistung/Service nicht in Anspruch nehmen zu können, wenn ich nicht zahlen möchte, als gegenüber Zahlenden zwar die gleiche Leistung zu bekommen, in der Rangfolge aber immer zurücktreten zu müssen und die mit den Scheinen wedelnden vor zu lassen. So ein System wäre innerhalb kürzester Zeit das Ende für geocaching.com.

  • aba (Autor) sagt:

    @rehwald.
    bevor es missverstaendliche interpretationen gibt: ich finde den gedanken an sich interessant. dass er nicht funktionieren kann, sehe ich ebenso. allerdings finde ich es spannend, darueber nachzudenken. denn: auch bei z.b. versicherungen ist es ja beispielsweise so, dass die eigene sicht der wertigkeit nicht zwangslaeufig vom geldbeutel abhaengig ist. ich kenne leute, die sich fuer mehrere tausend euro neue felgen fuer ihr auto leisten, aber im gegenzug keinen cent z.b. in ihre gesundheit investieren. ;)

  • rehwald sagt:

    @aba: ich habe doch gar keine teuren Alu-Felgen, sind die billigsten Stahl-Scheiben die sie hatten… :-D

    Ich versteh schon, was du meinst.

    Aber so etwas wäre doch auch eine Geschäftsidee. Ähnlich wie die MPU-Vorbereitungskurse, die immer in der ADAC-Zeitung beworben werden (nicht, dass ich Erfahrung damit hätte). Eine “Beratungsstelle für schwierige Caches”. Da kann man dann seine geplanten Listings und Koordinaten von einer entsprechenden Instanz bewerten lassen, Änderungsvorschläge bekommen und eventuell Entscheidungshilfen für die Reviewer aufarbeiten lassen, so dass diese dann nicht dauernd nachfragen müssen und direkt entscheiden können. Da kann dann auch mit reichlich Bildmaterial gearbeitet werden. Diese Instanz filtert und bereitet die Daten dann so auf, dass der Reviewer mit einem Blick erkennen kann, ob dies so möglich ist oder nicht.

    Für diese Dienstleistung kann man dann wiederum auch Geld nehmen und der eigentliche Review-Prozeß wird erheblich beschleunigt. Und das auch für diejenigen, die diesen Dienst nicht in Anspruch nehmen.

    Allerdings ginge dies nicht in Personalunion. Interessenkonflikt und so…

  • biboleck30 sagt:

    Hallo,
    auch wenn es off-topic ist, aber “Oder wen regen mit Geldscheinen wedelnde Patienten, die sofort ins Behandlungszimmer beim Arzt dürfen nicht auf, während man selber seit 2 Stunden im überfüllten Wartezimmer sitzt?” dies gibt es schon in einigen Arztpraxen. Und zwar in Gestalt von Privatpatienten, die schneller dran kommen und auch schneller Termine bekommen. Im Gegenzug sind dann allerdings auch die Honorare ein wenig erhöt im Vergleich zu denen für Kassenpatienten.

    Ich denke, diese Vorschläge für GC.com kämen auf einen Versuch an. Auf jeden Fall könnten damit zunächst erst einmal Debatten zur heruntergesetzten Bedeutung des Reviewer-Jobs vergessen werden, die auf das Argument der genutzten Freizeit und der Unentgeltlichlichkeit eingehen. Realistisch betrachtet, würden damit auch möglicherweise manche Einsteigersünden wegfallen.

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