“Geocaching – Das Spiel” – und wir waren dabei

9. Oktober 20088 KommentareEiner von 546 Beiträgen von aba

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Die Anfrage kam überraschend: Können wir uns vorstellen, bei einer Radiosendung die Studiogäste zu geben – erstmal eine ungewohnte Vorstellung. Auch wenn wir bei Radio Fritz schonmal live über den Äther gingen, war das etwas anderes: Wir saßen im gewohnt kuscheligen Küchenstudio und waren “nur” per Telefon zugeschaltet. Kurze Frage, kurze Antwort, Musik. Dreimal das Spielchen. Das war ne andere Nummer.

Nun sollten wir im Studio sitzen. Noch bevor wir wußten, bei wem das eigentlich passieren sollte, rang Tom uns schon ein quasi-Ja ab. Tom war es nämlich, der uns vermittelt hat. Ursprünglich wurde er angefragt, mußte aber aus Zeitgründen absagen. Aber er konnte mit der Alternative dienen. So kam es kürzlich zu einem kleinen Treffen mit Manfred Kloiber, einem der beiden Redakteure der Sendung. Schnell waren die inhaltlichen Details geklärt, denn wir wollten. Zum einen, weil wir zwischenzeitlich wußten, dass sich der Deutschlandfunk um das Thema kümmern würde. Zum anderen, weil wir derlei Herausforderungen nahezu abgöttisch lieben…

20081004_IMG_9999_2 Nun waren noch Übernachtungen, Fahrerei und Familie zu organisieren. Denn nach Köln ist es hier aus Schwerin nicht mal eben umme Ecke. Eine fantastische Erfahrung für uns, denn alles klappte absolut super. DANKE an Euch, Ihr wisst schon, wer gemeint ist. Donnerstag nacht gings für mich (mit dem Auto) los, der sandmann rückte Freitag vormittag mit der Bahn an. Und was machen Geocacher in Köln? Richtig, sie treffen andere Cacher und gehen cachen. Wir haben uns sehr gefreut, dass Fikki für uns nicht nur Zeit, sondern auch einen kindgerechten Cache im Angebot hatte. Und so zogen wir für ein paar Stunden ins Bergische Land. Für den später einsetzenden Regen konnte ja nun keiner was…

Sonnabend, pünktlichst um 12 Uhr standen wir mit offenen Mündern staunend vor dem beeindruckenden Gebäude des Deutschlandfunks am Raderberggürtel. Und wenige Minuten später nochmal mit offenen Mündern im Fahrstuhl – einfach um dem Druck auf den Ohren beim katapultartigen Verlassen des Erdgeschosses entgegenzuwirken. Etage 16 – Unser Ziel. Ein bereits gutgelauntes Team begrüßte uns und wir genossen zunächst den fantastischen Blick über Köln.

20081004_IMG_9999_9Eine dreiviertel Stunde vor Beginn der Sendung gings wieder 14 Etagen abwärts zum Sendestudio. Unheimlich viele Leute (wir haben irgendwann mal 30 Nasen da gezählt) wuselten herum. Kameraleute, Tontechniker, Assistenten, Regisseure, Redakteure und mittendrin wir. Allerdings kamen wir uns zu keinem Zeitpunkt verloren vor: Immer war jemand da, um unser Wohl besorgt. Kaffee, Kuchen, Kekse – perfekt organisiert. Und rauchen durfte man auch… Aber wir wollten nur noch eins: Ins Studio und loslegen. Dampfplaudern. Küchenstudio-Atmo verbreiten. Doch unsere Geduld wurde ein wenig auf die Probe gestellt. 14.05 Uhr begrüßte Mischa Kreiskott die Hörer. Irgendwann dann wir. Die anfängliche Nervosität (irgendwie ist sowas ja dann doch vorhanden) war schnell verflogen, denn unsere Gegenüber waren Vollprofis. Muss man einfach so sagen. Sehr gut vorbereitet, mitten im Thema.

Und damit sind wir auch an dem Punkt, der uns (ich rede jetzt einfach mal von “wir”) ganz extrem aufgefallen ist: Man hat sich beim Deutschlandradio mächtig ins Zeug gelegt. Die Sendung war sehr gut recherchiert. Beide Redakteure und auch “Außenreporter” Philip Banse standen gut im Stoff. Das Team war ohne Frage hochprofessionell. Na klar gibts in Sache Internetbegleitung hier und da einige Abstriche zu machen. Aber im Grunde war die gesamte Sendung eine seriöse (und das halte ich nun mittlerweile schon für ein Alleinstellungsmerkmal) und fundierte Beschäftigung mit dem Thema .

20081004_IMG_9999_16 Und ja: Wir kamen natürlich mit den vielen vielen Themen, Ideen, Anmerkungen und Hinweisen viel zu kurz. Wie es sich für echte Dampfplauderer gehört, hätten wir ein abendfüllendes Programm hinlegen können. Von Ausrüstung erzählen. Vom Gefühl, versagt zu haben. Von unglaublich doofen Caches. Von Legenden und Mythen. Über Statistiker und Genießer berichten, von der Community schwärmen… All das hätten wir gerne getan, und noch viel mehr. Aber Sendezeit ist nunmal (beim Radio) begrenzt und die klaren Vorgab, wie man Radio zu machen hat, weisen selbst beim Deutschlandfunk Plaudertaschen in ihre Schranken…

Wir sind um eine Erfahrung, die wir nicht missen wollen, reicher: Es ist durchaus möglich, sich als Radiosender professionell, unvoreingenommen und unverkrampft dem Thema Geocaching zu nähern, ohne mit Klamauk und blöden Vorurteilen um sich zu werfen. Und: Wir haben wieder sehr angenehme Leute kennengelernt, Leute, die wissen, was sie tun und mit Leidenschaft dabei sind. Und wir haben uns natürlich den einen oder anderen Kniff abgeschaut ;)

20081004_IMG_9999_23Vor und während der Sendung konnten wir etwa drei Stunden Material sammeln, das nun erstmal gesichtet und bearbeitet werden will. Ich werde mal die Peitsche holen und den sandmann etwas zur Eile auffordern, aber dennoch befürchte ich, dass dieser Rückblick ein wenig warten muss. Aber auch bei geocaching.dradio.de ist ja noch kein Link zum Download der Sendung zu finden – die inoffiziellen Mitschnitte trauen wir uns ehrlich gesagt hier nicht bereit zu stellen, aber Ihr seid ja Geocacher, Ihr findet die schon.

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8 Kommentare »

  • Travelling Jack sagt:

    Haloa!
    Live gesehen! Für gut befunden! Mitschnitt gefunden!
    Ihr wart großartig – Punkt.
    TJ.

  • Alexander Hahn sagt:

    Bin sehr auf den Mitschnitt gespannt!

  • mic@ sagt:

    Zitat Aba: “Kaffee, Kuchen, Kekse – perfekt organisiert.”

    Ich glaube, daran muß Berlin noch arbeiten.
    Dafür schien die Sonne am Final :-)

    PS.
    Ja, ein >Video<-Mitschnitt würde mich auch interessieren.
    Mich wundert, daß man das noch nicht bei dradio.de online findet?!
    Ist doch keine Musik drauf …

  • aba (Autor) sagt:

    … und wir hatten nichtmal tageslicht im studio ;)

  • vanguard sagt:

    Sehr schöner Bericht, lediglich an einer Stelle blieb ich hängen – “Dampflaudern” – hä? Dreimal gelesen, keine Ahnung, was das heißen soll, wahrscheinlich Schweriner Dialekt.

    Zwei Absätze später klärte es sich dann auf. ;-)

  • sandmann sagt:

    Hab ich mal verbessert…

  • LIFEKID sagt:

    Noch mal danke an el.Barto für die vorab gesendeten Links!

    Schöne Sendung, aber die mit anwesende Dame schien aber sehr vertriebslastig zu sein…

    Insgesamt aber klasse und offensichtlich auch sehr gut vorbereitet (Live-Cachen bei der Sendung)

    Natürlich kein Vergleich zum Podcast!

  • Dosenfischen - der Podcast 56C | DOSENFISCHER sagt:

    [...] andere C in der C-Nummer steht für Cologne. Wir haben zwar hier schon über das ereignisreiche Wochenende in Köln geschrieben, das ein oder andere schieben wir [...]

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