Schweiz gegen Geocacher machtlos
“Die «Cacher» fröhnten ihrem Hobby zu allen Tages- und Nachtzeiten, schrieb SVP-Kantonsrat Hanspeter Haug in seiner Anfrage an den Regierungsrat. Sie hielten sich, von ihrem GPS geleitet, weder an Strassen noch an Wege. Dabei nähmen sie keine Rücksicht auf Naturverjüngungen und Wildruhezonen.”
Gegen Geocacher ist die Schweiz solange machtlos, wie niemand konkret Gesetze und Verordnungen übertritt. Nur im Einzelfall könnten die Behörden tätig werden. “Das so genannte Geocaching unterliege keiner Bewilligungs- und Meldepflicht, schreibt der Zürcher Regierungsrat.” Das ist die Essenz eines Artikels der Online-Ausgabe der Neuen Züricher Zeitung (NZZ).

Hab’s auch gerade gesehen. Auch wenn es “gut” ausging, ist die Tendenz klar: Sie würden den Cachern schon gern den Wald verbieten, aber sie dürfen nicht. Kein Grund zur Freude, denn Cachen als Naturfrevel in den Köpfen etabliert zu sehen, kann niemand wollen.
Allerdings. Kein schönes Image…
Wie siehts denn mit Wanderern oder Wild-Campern aus? Einziger Unterschied ist doch der, dass diese Klientel keine Plattform wie wir mit GC.com haben. Ansonsten (können) richten die doch in selbem Maße Flurschäden an.
Im übrigen, und so steht es auch in den Guidelines, sind die Owner verantwortlich dafür, dass die ausgelegten Caches Natur & Tier schonen.
Wenn ich einen Cache mache der IMHO Tiere in deren Brutbereich stört o.ä., dann maile ich den Owner an und frage was er davon hält und ob man die Station (bspw. eines Multi) nicht verlegen könne. Quasi ein Appellieren an die Vernunft. Damit kommt man meist weiter als mit Verboten. Denn wie sollen die Menschen für die Natur sensibilisiert werden, wenn sie da (in den Wald) nicht hindürfen um ihrem Hobby zu frönen?!
Locke.
Da lobe ich mir doch wieder die skandinavischen Länder! Da darf jeder den Wald nutzen, da gibt es auch sowas wie “wildes campen” nicht.
Nur sollte man vielleicht nicht grad zur Jagdzeit sich im Wald aufhalten
Es ist wie bei allen anderen Sachen auch. Es können Tausende sorgsam sein und über jeden Grashalm schweben. Derjenige der etwas durchsetzen will greift sich den einen Holzkopf dem alles andere egal ist und nur den Cache sucht auch wenn dabei Natur beschädigt wird.
Gibt diese Leute ja leider immer.
Hmm…
Vielleicht sind die Schweizer Geocacher an dieser Situation auch nicht ganz unschuldig…?
Wir waren jetzt schon zwei Mal in der Schweiz cachen, ein Mal auf dem Land und letztens in Zürich.
Schon bei den “Natur”-Caches ist uns aufgefallen, dass es da mit den Regeln nicht immer so genau genommen wird…
Aber der Abschuß war ein Cache in Zürich (GC14GPZ), obwohl dort absolut klar ist, dass man nicht über das Geländer darf, muss man genau das machen um an den Cache zu kommen (2m tiefer auf Pfeiler). Ein Fehltritt und man fällt über 5m tief und landet in der Limmat, die dort eine nicht zu verachtende Strömung hat!
Die umliegenden Häuser bieten einen super Blick auf diese Aktionen.
Ich gebe zu, ich hätte den Cache gemacht, aber Lilly hat mich zurückgepfiffen…von wegen Gefahr und Schweizer Strafen…
(Abenteuer muss manchmal auch sein)
Aber wie heißt es so schön: Man muss nicht alle Dosen suchen!
Mal ne andere Frage, fällt es unter “Natur zerstören” wenn man ein paar Quadratmeter Brennnesseln bei der Suche platt macht?
Ich finde im Artikel und im Vorgehen des Kantonsrats einen anderen sehr seltsamen Aspekt, nämlich die Vorstellung, man könne einfach so irgendwas verbieten, nur weil es einem nicht in den Kram passt. Als Verwaltungsmann sollte man soweit über Recht und Gesetz im Bilde sein, dass man begreift, wo die Grenzen der eigenen Macht sind und wie in einer Demokratie Regeln zustande kommen.
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