30 x Berlin
5 Tage Workshop in Berlin: 30 Caches gehoben. Doch, Statistik ist wichtig, deshalb die Fakten zuerst. Mit 68 Founds bin ich losgefahren, da war ein gewisses Ziel angesichts der Cachedichte in Berlin greifbar.
Über Berliner Caches hatte ich gehört, dass viel Mist dabei ist, Döschen unter Häufchen und so. Zum Teil stimmte es auch, zum Teil war ich aber von der Art der Verstecke und der Herausforderung des Suchens in der Großstadt sehr angetan. Muggel, Muggel, Muggel. Das war die große Konstante. Muggel im Regen, Muggel um halb 2 nachts, Tourimuggel, Joggingmuggel, Fahrradmuggel, Hundemuggel, Busfahrermuggel an Endhaltestellen. Aber die Großstadt bringt es mit sich, dass irgendwie alle mit sich selbst beschäftigt sind, dass es viele verrückte Gestalten gibt, dass Kriechen in Gebüschen und unter Bänke schielen keinen groß stört. Dennoch: ich sah zwar nicht aus wie ein Penner, wurde aber gelegentlich so angesehen. Oder Drogendealer oder so, ja, ja, Depot nachfüllen.
Einige Caches habe ich dann auch einfach abgebrochen, zumal genaue GPS-Signale in der Stadt nämlich auch ein Glückstreffer sind. 30 Meter Zaun in einer Hecke 5 cm über dem Boden abtasten? An einer befahrenen Straße? Ne! Da fahre ich lieber 200 Meter weiter und hole mir den nächsten Cache, gibt ja genug. Schöner Luxus. Bei anderen Stationen bin ich spätabends nochmal zurückgekehrt, z.B. bei dem zentralen Cache direkt am Marx-Engels-Forum oder an der Jannowitzbrücke.
Ich hatte mein Fahrrad dabei, so konnte ich die Wege, die ich eh zurücklegen musste, mit den Stationen meiner Cacheliste verbinden. 8 Caches in 1,5 Stunden war Rekord.
Trotz 15 Jahren, in denen Berlin meine Heimat war und trotz Jagens in eigentlich vertrautem Revier habe ich immer wieder neue Orte entdeckt. Es ist dieses Zufallselement, dass ich am Dosensuchen so liebe. Auch, dass es eine gewisse Hartnäckigkeit und Offenheit für Möglichkeiten fördert. Wie oft bin ich unverrichteter Dinge von einem Ort abgezogen, weil ich dachte, hier geht nix. Von wegen, ich las die Logs später nochmal und dann gingen mir die Augen auf.
2 Caches auf meiner Tour fand ich besonders schön und möchte sie hier explizit empfehlen. Beide wegen des Geländes und einen wegen der Herausforderung des Hebens.
Rapunzels Stellwerk – Trainspotting- befindet sich auf dem Südgelände des Gleisdreiecks, nahe dem Potsdamer Platz. Dort ist ein riesiges Areal, das zu meiner Berliner Zeit noch nicht zugänglich war. Alte Gleise, Signale, Betriebshäuschen und eben ein altes ausgerupftes Stellwerk sind dort zu finden. Die beiden Zugänge muss man allerdings lange suchen. Auf dem Gelände fing die Phantasie zu galoppieren an. Wunderschöne Abenteuercaches, die man alle 3 Meter legen könnte. Hier war es sogar recht einfach, ungestört zu suchen, kaum ein Muggel unterwegs, nachmittags um 5 bei schönem Wetter.
Der zweite Cache, den ich hier empfehlen möchte heißt Südpanke-Cache Berlin-Mitte und befindet sich auf dem Gelände der Charité. Alte Backsteinhäuser, die zu modernen Instituten der Humboldtuniversität umgebaut wurden, aber einen maroden Kasernencharme haben. SoKo Wismar wurde hier unter anderem gedreht. Die Panke, hier ein kleiner kanalisierter Flußlauf kurz vor Mündung in die Spree fließt mittendurch. “unter deinen füßen” war der Hint und genau da war das Döschen auch. Hätte ich nicht später noch ins Theater gehen wollen, hätte ich mir den Bonuscache ebenfalls noch geholt.
Fein war’s. Gut für die Statistik, schön zum gezielten Fahrradfahren in der Stadt. Bin jetzt bei 98. Die 100 hätte ich mir mit etwas Mühe noch holen könne. Es soll aber dieser werden, am Donnerstag. Nein, nein, der hier muss es sein!
1 Kommentar
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- Dosenfischen in Schwerin bei den cache test dummies - [...] offenbar ist nicht nur Berlin eine Reise wert, sondern ganz besonders auch Schwerin. Darum lasst uns doch hier eine ...
- Projekt 2dreiviertel: noch 13 Wochen - schwerin-schwerin.de - [...] Noch einer. 5 Seen Lauf, Projekt 2dreiviertel [...]
- 8 x Wien, 1 x Niederösterreich - DOSENFISCHER.de . - [...] Das wichtigeste vorab: 100, 100, la-la-la-la-la! (wie angekündigt!) [...]


Oh ja, Berlin.
Im Januar war ich beim Brummitreff, der war einfach nur mies. Da habe ich dann auch mal eine Cache an der Front erwischt. Dort gibt es ja Cacherkrieg wie im Kindergarten!
Als ich dann Ostern wieder in der Gegend war, nahm ich mir mit hebix85 (der dort wohnt) u.a. First Germany, Drache von Sanssouci und die Beelitz Heilstätten vor.
Fazit: Das alles ist sehr empfehlenswert!
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xibalba01 bearbeitet: 08.04.2008, 20:23