Eine Rundreise auf Poel

27. August 2007kommentarlosEiner von 576 Beiträgen von sandmann

Poel ist schon fast traditionell ein Ziel von Familienausflügen. Das rührt aus einer Zeit her, da die Nachwuchscacherin noch sehr klein war und für sehr kleine Kinder ist der Strand von Gollwitz perfekt, denn die See reicht auch nach 200 Metern Wassertreten kaum über die Knie hinweg.

Für Geocacher – auch für diejenigen, die Lust haben Caches zu verstecken, bietet beste Bedingungen. Zur Zeit sind vier Caches auf der Insel aktiv – zwei sind deaktiviert. Da ist also noch Platz für mehr… Wir haben uns drei dieser vier Verstecke vorgenommen und einen Bonuscache, zu dem ich aus Gründen der Spaßerhaltung nichts weiter sagen will.

Zuerst ging es an Bernd B.s Hafenblick. Kirchdorf hat einen wunderschönen Hafen – die Fischverkäufer sahen uns vertrauenerweckend aus und die Dorfanlage rund um die Kirche ist wunderschön. Das Versteck liegt mitten in einer Muggelerholungszone – besser ist es hier wohl, gegen Abend oder am frühen Morgen zu suchen. Wir haben es mit der Ablenkungsstrategie probiert: Die Nachwuchscacherin plapperte laut über Fotos und Sandbänke und schlug ein paar Räder dabei. Schon waren die Seniorenmuggels beschäftigt (Oooohhh! Wie süüüüüß”) und Frau sandmann tat den beherzten Griff. Folgt man dem Weg am Cache, landet man auf einer sternförmigen Wallanlage mit tollen Aussichtspunkten und einer Freilichtbühne in der Mitte. Ebenfalls sehr empfehlenswert.

In Timmendorf – das war Pflicht – suchten wir auf den Spuren des ersten Poeler Inselcaches “First Island Poel”. Timmendorf und seinen ebenfalls sehenswerten Hafen kannten wir schon – zum Baden war Gollwitz vorgemerkt, also mussten wir hier keine Zeit verlieren. In der von Schaben überlaufenen Box fand sich dann unser erster selbst entdeckter Travelbug – ein wunderschöner Geocoin lag ebenfalls zur Abholung bereit. Mal schauen – die friesischen Inseln können wir ihm wohl nicht persönlich zeigen, aber etwas weiter nach Westen werden wir ihn wohl schleusen.

Als Höhepunkt hatten wir uns “Gollum in Gollwitz” aufgespart – einen Multi mit Wassertreten. Schon wegen der Wassersucht des Nachwuchses. “H. und B.” sind uns ja schon als pfiffige Verstecker bekannt und auch diesmal sind die beiden ihrem Ruf absolut gerecht geworden: Dieser Multi über fünf Stationen machte richtig Spaß und war absolut kindertauglich. Ob ich aber im Winter wirklich durch die Ostsee möchte, um dort Koordinaten zu sammeln? Kurz nachdenken… Ja! Definitiv! Gestern jedenfalls war das Wasser warm und die Laune nach schnellem Fund dieser Station entsprechend gut.

Die letzte Station vor dem Final hat mir vor allem deshalb gefallen, weil ich mich lieber strecke als mich zu bücken. Mit dem Final hatten wir etwas Probleme, weil uns das Navi erstmal auf eine falsche Fährte lockte. Nach einer Viertelstunde aber konnten wir den Behälter finden – interessantes Ding übrigens, eine Rolle zum Zuschrauben, fast wie eine Riesenfilmdose mit Gewinde. Wo kriegt man sowas? Der Travelbug mit dem Ziel Ostsee ist gleich da geblieben – dummerweise haben wir erst im Internet gesehen, dass er ja noch ein ganz konkretes Ziel hat und dort sogar die Möglichkeit bietet, “eine Dienstleistung zu nutzen”, wie die Beschreibung sagt.

Ein zweiter Multi in Gollwitz wartet noch auf uns. Und vielleicht sind bis dahin ja auch die beiden anderen Caches wieder aktiv. Poel im Winter ist nämlich der Hammer!

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