Touristencache
Vielleicht lags ja daran, dass ich ein paar Tage auf das Heben dieses Caches gewartet habe. Vielleicht lags daran, dass ich meinen Muggelfreunden diesen Cache als ein Beispiel zeigen wollte. Vielleicht lags aber auch gar nicht an mir: Der einzige Cache ganz nah bei meinem Urlaubsort Feldberg war eine Enttäuschung.
Ein Cache wie eine Ferienwohnung ohne Besitzer, wie ein Auto mit vielen Fahrern aber ohne Halter… Lieblos war die Dose in die Plastetüte geworfen, darinnen eine Sammlung loser Zettel, ein Socken und mehr Kleinkram ohne Charme. Man sieht, dass die namensgebende “Flucht aus Berlin” die Owner nur einmal zu diesem Ort geführt hat und dass alle anderen, die bisher hier vorbei kamen, nichts dabei hatten, um hier etwas Politur aufzutragen. Dabei würde es sich lohnen: Unter einem Steinhaufen, der einmal eine Begräbnisstätte war, verbirgt sich die Dose, auf dem Weg zu ihr ist ein einmaliger Ausblick auf das Feldberger Land zu genießen. Diese Gegend hat Besseres verdient.
(Notiz an mich: Cache-Reparaturset zusammenstellen, handlich verpacken und immer fortan dabei haben. Inhalt: Logbücher in Mini und Small, Ersatzstifte verschiedener Längen, Küchentücher zum Trockenlegen, Ziplock-Beutel, Edding fürs Dosenäußere, Kleinkram mit Charme, Geocaching-Erklärung, alles in einer Ersatzdose verpackt, für den Notfall)

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