Weltmeer 74 – eine Bildergeschichte
Vorsicht: Dieser Beitrag ist voller Hinweise auf die Lösung des Caches. Das könnte Ihnen den Spaß am Suchen verderben.

Weltmeer 74 ist ein zweiteiliger Multicache in der Nähe von Feldberg (Meckl.). Auf dem Gelände eines ehemaligen Flugabwehrraketen-Stützpunktes der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR haben die Fjordtrolle eine spannende Reise in die Vergangenheit inszeniert. (Details zur Geschichte gibts in den Cachebeschreibungen)
Am 9. und 10. August hab ich mit zwei Ex-Muggels – also zwei Neu-Infizierten – die Stufe I absolvieren können und ich sage Ihnen: Das war groß! Doch ein wenig Vorgeschichte sei erlaubt:
Weil mein Straßen-Navi keine Möglichkeit sah, mich zur ersten Stufe des “Weltmeer 74″ zu führen, die zweite Stufe für das Ding aber erreichbar war, begannen wir die Tour am Startpunkt dieses, wie sich herausstellte, weit schwierigeren Caches.

Wir landeten auf einem Kasernengelände – einem Ort, der alles hat, was ein Lost Place braucht: Verwitterte Spuren der Militärgeschichte, zwischen den Rampen der Hebebühnen wachsen Birken, das Schild am Unterstand für Militärfahrzeuge kündet davon, dass der letzte Ölwechsel im Juni 89 gemacht wurde.
Mehr als eine halbe Stunde haben wir uns dem Hint (“wie ein Affe”) folgend an mehr oder weniger hilfloser Kletterei versucht, um dann grandios und gar wenig betrübt zu scheitern.

Noch einmal schauten wir uns um, entdeckten Mauern, aus denen Ehrentafeln gerissen waren, das Innere der Gebäude erkundeten wir nicht mehr.

Es war ein seltsames Gefühl, hier auf dem Militäracker – Stacheldraht und Tarnfarben – man kann sich kaum satt sehen an diesem verrückten Umfeld.

Ein Blick auf die Bildschirme zeigte uns einen zweiten Cache in unmittelbarer Nähe – eine alte Wasserfilterstation offenbar. Auf dem Weg dahin passierten wir DDR-Wohnblöcke, Adresse “Waldsiedlung”, die ihrem Namen alle Ehre machte. In der Cachebeschreibung ist von einer Aussteigerkommune die Rede und in der Tat – zwischen all den toten Fenstern der Blöcke gibt es auch Leben, Wäsche hängt auf der Leine, die alten Autos haben neue Nummernschilder.

Auf dem alten Wasserfilter erst und nach einigem nutzlosen Suchen bemerkte ich, dass dieses Versteck unlängst deaktiviert wurde. Wir haben dann nicht weiter geguckt, obwohl, wie ich eben sehe, der Cache wieder gefunden werden kann. Und wenn ich die Bilderserie richtig deute, haben wir unmittelbar davor gestanden.
Weiter folgten wir der Straße, die es laut Tomtom gar nicht gibt und siehe – Stufe I tauchte zur Rechten auf und unser Jump´n Run konnte beginnen.
Station I lösten wir dank des Hints – Claudia kroch durch die Betonstreben in die Tiefe und fand die Filmdose buchstäblich in der letzten Ecke.

Nach knapp zweihundert Metern Weg erreichten wir den Radarhügel – einen Unterstand inmitten einer Wiese. Der Hint sagte, wir sollten im Inneren suchen. Was ich fand erinnerte mich sehr an ein Stück Sprengstoff an einem Kabel – ich musste den ersten Schreck überwinden, bis ich an den Fund glauben konnte.


Immer wieder stapften wir durch mächtige Betonkrater. Von hier aus sollten die Raketen abgefeuert werden – und zwar nur 1.30 Minute nach Anlieferung der Geschosse, wie die Cachebeschreibung sagt.
Die Suche nach unserem nächsten Ziel brachte uns an den Rand so eines Kraters, in eine kleine Hütte mit einem großen Loch am Ende. Hier hatten die Fjordtrolle extra ein Hornissennest zum Schutz des Caches eingebaut, aber Oli war todesmutig genug und dank seiner speziellen Hypnosekräfte ließen ihn die Tiere in Ruhe. Erst als er fotografieren wollte, wurde die Biester unwirsch.

Ein Bunker war unser nächster Ort – leider übersahen wir den zugewucherten Eingang zunächst und verloren fast eine halbe Stunde beim Suchen im Schützenstand an der nahe gelegenen Mauer. Oli war es, der im Schimmerlicht seines Handtelefons das Döschen entdeckte.

Der Hint von der Bunkerstation war eindeutig: Zwar versuchte eine Meise noch, uns abzuhalten, aber der Hinweis war binnen Sekunden entdeckt. Und wieder hatte Oli das richtige Händchen.
Über unsere Suche aber war es dunkel geworden. Am Ort des Finals kramten wir im Handylichtschimmer, mussten aber aufgeben. Knapp sechzehn Stunden später aber waren wir wieder da.

Ein sehr ordentlicher, trockener Final erwartete uns. Mit einem schönen Logbuch und – das habe ich noch nie in einem Cache gesehen – einem dicken Stück Seife in Muschelform drin. Vielleicht eine Analogie zum Gelände hier: Natur kommt überall hin. Und dann duftets.

Wir finden es schade, dass spoilerlastige Berichte im Internet veröffentlicht werden.
Einen solchen Cache auszuarbeiten, bedeutet viel Arbeit und Mühe. Man macht sich Gedanken, wie man einen “guten, schwierigen und eben nicht 08/15″ Cache schwer, aber nicht unmöglich ausarbeiten kann.
Natürlich möchte man nach einem schönen Cache mit einfallsreichen Stationen gleich der ganzen Welt davon erzählen, aber genau das macht diesen Cache “kaputt” und damit auch den Reiz des Caches für Andere. Wir haben den o.g. Cache noch nicht gelöst und haben daher diesen Beitrag auch nicht gelesen. Wir möchten aber alle Leser darum bitten, Hints von unseren Caches nicht zu veröffentlichen, damit der jewelige Cache auch seine (von uns durchaus beabsichtigte) Schwierigkeit behält. Dabei kann es schon mal passieren, dass man an manchen Stationen nicht schon nach 5 Minuten fündig wird, sondern ggf. auch mal eine Stunde investieren muss. Aber gerade das reizt eben auch viele, nämlich die Herausforderung, eventuell ein wenig um die Ecke denken zu müssen, anstatt stupide Dosen im Vorbeifahren abzugreifen.
Viele Grüße
die ArDos
Da sprecht Ihr ein großes Problem in der Selbstfindung dieses Blogs an: Spoilern wir und schreibens drüber oder schreiben wir lieber nur über das Drumrum des Caches und des Cachens?
Insofern bin ich froh, dass gerade Ihr etwas dazu sagt, schließlich habt Ihr mir hier in der Gegend schon mächtig viel Freude gemacht mit Euren großartigen Verstecken und den so sorgfältig arrangierten Multis.
Selbstverständlich halten wir uns an Eure Bitte…
Die Frage ist doch: Sind Geocacher in der Lage, ihre Neugier zu zügeln? Wenn ja, dann machen auch Beiträge voller Spoiler nichts, sofern sie als solche gekennzeichnet sind. Oder? Ihr habt doch auch bewusst entschieden, den Beitrag nicht zu lesen, weil Ihr den Cache noch absolvieren wollt.
Denn auf der anderen Seite sind solche mit Details gewürzten Geschichten ein schöner Einblick in die Welt des Geocachings und das ist wiederum etwas, dass Blogs auszeichnet: Sie geben Einblicke, die man sonst nicht kriegt. Ich mag das.
[...] Deshalb ist es beim Geocaching auch ein besonderer Frevel, Lösungswege für Caches detailliert zu beschreiben – neudeutsch – mit Spoilern zu versehen. Ja sogar kleine Hinweise, die mir Anfänger noch ganz recht kommen, können erfahrenen Cachern den Spaß verderben und zwar genauso, als wäre der Ausgang eines Harry-Potter-Romans vorab verraten worden. Die ArDos haben deshalb ja schon einmal kritisch kommentiert. [...]
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Weitsicht: oh gott was fang ich jetzt mit dem Freien abend...
. Aber Gott sei Dank ist ja...
CachePac: Na was mach ich da heute nur? Am besten meine Frau...
Zwischenmahlzeit: Schade
Kathi: Also so ganz hatte ich den Sinn von dem QR-Aufkleb...
mic@: Fehlt in den Shownotes nicht der Link vom Online-Rou...
Quasselkasper: Auf Eure Frage, ob noch jemand das Geocaching...
mic@: Schön, mal wieder einen meiner Lieblings-Podca ster zu...
DocW: @aba: Tut es. Wenn der Titel abgespielt wird, dann...
aba: @docW. scrollt dein autoradio nicht bei langen titeln?...
rautAxe: Endlich komme ich dazu die Podcasts nach zuhören
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Klaus: Potacken? Ich persönlich sage das nicht, aber hier in...
BestHafr: Heute wurde bei uns in der Gegend der Cache...
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